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Arbeitssuchende warten im Mai 2026 in einer France-Travail-Agentur in Paris

Arbeitslosigkeit in Frankreich 2026: 8,1 %, höchster Stand seit fünf Jahren

Publié le 18 Mai 2026

Die Arbeitslosenquote in Frankreich hat erstmals seit 2021 wieder die Marke von 8 % überschritten. Nach den am 13. Mai 2026 veröffentlichten Daten des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE) erreicht die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal 2026 8,1 % der Erwerbsbevölkerung — den höchsten Stand seit fünf Jahren. Eine schlechte Nachricht, die alle Altersgruppen betrifft, mit einer besonders besorgniserregenden Lage bei jungen Menschen.

Die wichtigsten Arbeitslosenzahlen im 1. Quartal 2026

Im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich (ohne Mayotte) nach Definition des Internationalen Arbeitsamts (ILO) gegenüber dem Vorquartal um 68.000 Personen und erreichte insgesamt 2,6 Millionen Arbeitslose. Das entspricht einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte im Quartal und um 0,7 Punkte innerhalb eines Jahres.

Auch wenn dieses Niveau weiterhin deutlich unter dem historischen Höchststand von Mitte 2015 (rund 10,5 %) liegt, ist die aktuelle Entwicklung ein Warnsignal. Die Arbeitslosigkeit liegt nun erstmals seit dem ersten Quartal 2021 wieder über 8 %, einer Zeit, die von den anhaltenden Folgen der Gesundheitskrise geprägt war.

Ein Anstieg, der alle Profile betrifft, vor allem aber junge Menschen

Die Detailzahlen nach Kategorien zeigen eine uneinheitliche, aber insgesamt verschlechterte Lage für die gesamte Erwerbsbevölkerung.

Jugendarbeitslosigkeit: mehr als jeder Fünfte ohne Beschäftigung

Dies ist die auffälligste Zahl dieser Veröffentlichung: Die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen steigt im Jahresvergleich um 2 Punkte und erreicht 21,1 %. Anders gesagt: Mehr als jeder fünfte junge Erwerbstätige ist heute in Frankreich ohne Arbeit. Eine Lage, die die Politik zur beruflichen Eingliederung und die Unterstützungsmaßnahmen direkt infrage stellt.

Bei den 15- bis 29-Jährigen, die bei France Travail (ehemals Pôle Emploi) registriert sind, steigt die Quote sogar auf 50,2 %, ein Plus von 2,8 Punkten im Quartal. Diese Zahl zeigt die besondere Verletzlichkeit junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

Männer stärker betroffen als Frauen

Nach Geschlecht betrachtet wird der Anstieg vor allem von den Männern getragen. Die männliche Arbeitslosenquote steigt um 0,3 Punkte auf 8,5 % — den höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2021. Die Quote der Frauen bleibt im Quartal nahezu stabil bei 7,7 % (+0,1 Punkt).

Allgemeiner Anstieg nach Altersgruppen

Die Verschlechterung betrifft alle Generationen:

  • 15-24 Jahre: 21,1 % (+2,0 Punkte innerhalb eines Jahres)
  • 25-49 Jahre: 7,3 % (+0,4 Punkt)
  • 50 Jahre und älter: 5,2 % (+0,4 Punkt)

Was sind die Ursachen dieses Anstiegs?

Mehrere Faktoren erklären den seit Anfang 2026 beobachteten Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld

Frankreich steht, wie ein großer Teil Europas, vor einer wirtschaftlichen Verlangsamung, die durch anhaltende geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise verstärkt wird. Diese beiden Faktoren belasten die Geschäftstätigkeit der Unternehmen und bremsen Neueinstellungen.

Die Auswirkungen des Gesetzes zur Vollbeschäftigung

Seit der Umsetzung des Gesetzes zur Vollbeschäftigung im Januar 2025 müssen sich RSA-Empfänger und junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren bei France Travail registrieren. Diese mechanische Registrierungspflicht hat dazu geführt, dass die Zahl der erfassten Arbeitslosen statistisch gestiegen ist, und macht nahezu die Hälfte des Anstiegs innerhalb eines Jahres aus.

„Es werden nicht genug Arbeitsplätze geschaffen und die Erwerbsbevölkerung wächst“ — Analyse von France Info, Mai 2026

Eine wachsende Erwerbsbevölkerung

Paradoxerweise ist auch die Zahl der Beschäftigten gestiegen, ein Zeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt bei der Schaffung von Stellen weiterhin dynamisch bleibt. Doch das Wachstum der Erwerbsbevölkerung — mehr Menschen suchen Arbeit — übersteigt das Tempo der neu geschaffenen Stellen und treibt die Arbeitslosenquote mechanisch nach oben.

Arbeitslosigkeit in Frankreich: Wo steht das Land im europäischen Vergleich?

Mit 8,1 % Arbeitslosigkeit liegt Frankreich über dem Durchschnitt der Eurozone (rund 6 % Anfang 2026) und weit hinter Ländern wie Deutschland (3,5 %) oder den Niederlanden (3,8 %). Nur einige Mittelmeerländer wie Spanien (10,5 %) oder Griechenland (11 %) weisen höhere Quoten auf.

Diese Zwischenposition verdeutlicht die strukturellen Schwierigkeiten des französischen Beschäftigungsmodells: einen als starr wahrgenommenen Arbeitsmarkt, hohe Arbeitskosten für Arbeitgeber und deutliche Ungleichheiten zwischen stabilen Verträgen und prekären Jobs.

Was können von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen tun?

Angesichts dieser Verschlechterung gibt es mehrere Ressourcen und Maßnahmen, um Arbeitssuchende zu begleiten:

  • France Travail: erste Anlaufstelle für Registrierung, Arbeitssuche und Zugang zu Leistungen (ARE).
  • Contrat d'engagement jeune (CEJ): verstärktes Programm für 16- bis 25-Jährige (oder bis 29 Jahre bei Behinderung), die vom Arbeitsmarkt entfernt sind, mit einer monatlichen Unterstützung von bis zu 528 €.
  • Berufliche Weiterbildungen über das persönliche Weiterbildungskonto (CPF), um neue Kompetenzen zu erwerben und Umschulungen zu erleichtern.
  • RSA-Begleitung: RSA-Empfänger, die bei France Travail registriert sind, profitieren nun im Rahmen des Gesetzes zur Vollbeschäftigung von einer verstärkten Betreuung.

Welche Aussichten gibt es für die Beschäftigung in Frankreich?

Die Ökonomen bleiben für die kommenden Quartale vorsichtig. Zwar könnte die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bestimmte Branchen vorübergehend beleben (Tourismus, Gastronomie, Veranstaltungen), doch die strukturellen Aussichten hängen weitgehend von der Entwicklung des internationalen Umfelds und der nationalen Wirtschaftspolitik ab.

Die Banque de France erwartet im zweiten Halbjahr 2026 eine leichte Wachstumsbelebung, doch diese könnte nicht ausreichen, um den Trend am Arbeitsmarkt schnell umzukehren. Die nächsten INSEE-Veröffentlichungen, die im September 2026 erwartet werden, werden entscheidend sein, um die weitere Entwicklung der Lage zu beurteilen.

Bis dahin erinnert die Zahl von 2,6 Millionen Arbeitslosen daran, dass die Beschäftigungsfrage eine der größten Sorgen der Franzosen bleibt — und eine zentrale Herausforderung für Regierungen wie für Unternehmen.

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Arbeitslosigkeit Frankreich 2026
Arbeitslosenquote
Jugendarbeitslosigkeit
INSEE Beschäftigung
Arbeitsmarkt Frankreich
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Arbeitssuchende warten im Mai 2026 in einer France-Travail-Agentur in Paris

Arbeitslosigkeit in Frankreich 2026: 8,1 %, höchster Stand seit fünf Jahren

Publié le 18 Mai 2026

Die Arbeitslosenquote in Frankreich hat erstmals seit 2021 wieder die Marke von 8 % überschritten. Nach den am 13. Mai 2026 veröffentlichten Daten des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE) erreicht die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal 2026 8,1 % der Erwerbsbevölkerung — den höchsten Stand seit fünf Jahren. Eine schlechte Nachricht, die alle Altersgruppen betrifft, mit einer besonders besorgniserregenden Lage bei jungen Menschen.

Die wichtigsten Arbeitslosenzahlen im 1. Quartal 2026

Im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich (ohne Mayotte) nach Definition des Internationalen Arbeitsamts (ILO) gegenüber dem Vorquartal um 68.000 Personen und erreichte insgesamt 2,6 Millionen Arbeitslose. Das entspricht einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte im Quartal und um 0,7 Punkte innerhalb eines Jahres.

Auch wenn dieses Niveau weiterhin deutlich unter dem historischen Höchststand von Mitte 2015 (rund 10,5 %) liegt, ist die aktuelle Entwicklung ein Warnsignal. Die Arbeitslosigkeit liegt nun erstmals seit dem ersten Quartal 2021 wieder über 8 %, einer Zeit, die von den anhaltenden Folgen der Gesundheitskrise geprägt war.

Ein Anstieg, der alle Profile betrifft, vor allem aber junge Menschen

Die Detailzahlen nach Kategorien zeigen eine uneinheitliche, aber insgesamt verschlechterte Lage für die gesamte Erwerbsbevölkerung.

Jugendarbeitslosigkeit: mehr als jeder Fünfte ohne Beschäftigung

Dies ist die auffälligste Zahl dieser Veröffentlichung: Die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen steigt im Jahresvergleich um 2 Punkte und erreicht 21,1 %. Anders gesagt: Mehr als jeder fünfte junge Erwerbstätige ist heute in Frankreich ohne Arbeit. Eine Lage, die die Politik zur beruflichen Eingliederung und die Unterstützungsmaßnahmen direkt infrage stellt.

Bei den 15- bis 29-Jährigen, die bei France Travail (ehemals Pôle Emploi) registriert sind, steigt die Quote sogar auf 50,2 %, ein Plus von 2,8 Punkten im Quartal. Diese Zahl zeigt die besondere Verletzlichkeit junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

Männer stärker betroffen als Frauen

Nach Geschlecht betrachtet wird der Anstieg vor allem von den Männern getragen. Die männliche Arbeitslosenquote steigt um 0,3 Punkte auf 8,5 % — den höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2021. Die Quote der Frauen bleibt im Quartal nahezu stabil bei 7,7 % (+0,1 Punkt).

Allgemeiner Anstieg nach Altersgruppen

Die Verschlechterung betrifft alle Generationen:

  • 15-24 Jahre: 21,1 % (+2,0 Punkte innerhalb eines Jahres)
  • 25-49 Jahre: 7,3 % (+0,4 Punkt)
  • 50 Jahre und älter: 5,2 % (+0,4 Punkt)

Was sind die Ursachen dieses Anstiegs?

Mehrere Faktoren erklären den seit Anfang 2026 beobachteten Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld

Frankreich steht, wie ein großer Teil Europas, vor einer wirtschaftlichen Verlangsamung, die durch anhaltende geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise verstärkt wird. Diese beiden Faktoren belasten die Geschäftstätigkeit der Unternehmen und bremsen Neueinstellungen.

Die Auswirkungen des Gesetzes zur Vollbeschäftigung

Seit der Umsetzung des Gesetzes zur Vollbeschäftigung im Januar 2025 müssen sich RSA-Empfänger und junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren bei France Travail registrieren. Diese mechanische Registrierungspflicht hat dazu geführt, dass die Zahl der erfassten Arbeitslosen statistisch gestiegen ist, und macht nahezu die Hälfte des Anstiegs innerhalb eines Jahres aus.

„Es werden nicht genug Arbeitsplätze geschaffen und die Erwerbsbevölkerung wächst“ — Analyse von France Info, Mai 2026

Eine wachsende Erwerbsbevölkerung

Paradoxerweise ist auch die Zahl der Beschäftigten gestiegen, ein Zeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt bei der Schaffung von Stellen weiterhin dynamisch bleibt. Doch das Wachstum der Erwerbsbevölkerung — mehr Menschen suchen Arbeit — übersteigt das Tempo der neu geschaffenen Stellen und treibt die Arbeitslosenquote mechanisch nach oben.

Arbeitslosigkeit in Frankreich: Wo steht das Land im europäischen Vergleich?

Mit 8,1 % Arbeitslosigkeit liegt Frankreich über dem Durchschnitt der Eurozone (rund 6 % Anfang 2026) und weit hinter Ländern wie Deutschland (3,5 %) oder den Niederlanden (3,8 %). Nur einige Mittelmeerländer wie Spanien (10,5 %) oder Griechenland (11 %) weisen höhere Quoten auf.

Diese Zwischenposition verdeutlicht die strukturellen Schwierigkeiten des französischen Beschäftigungsmodells: einen als starr wahrgenommenen Arbeitsmarkt, hohe Arbeitskosten für Arbeitgeber und deutliche Ungleichheiten zwischen stabilen Verträgen und prekären Jobs.

Was können von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen tun?

Angesichts dieser Verschlechterung gibt es mehrere Ressourcen und Maßnahmen, um Arbeitssuchende zu begleiten:

  • France Travail: erste Anlaufstelle für Registrierung, Arbeitssuche und Zugang zu Leistungen (ARE).
  • Contrat d'engagement jeune (CEJ): verstärktes Programm für 16- bis 25-Jährige (oder bis 29 Jahre bei Behinderung), die vom Arbeitsmarkt entfernt sind, mit einer monatlichen Unterstützung von bis zu 528 €.
  • Berufliche Weiterbildungen über das persönliche Weiterbildungskonto (CPF), um neue Kompetenzen zu erwerben und Umschulungen zu erleichtern.
  • RSA-Begleitung: RSA-Empfänger, die bei France Travail registriert sind, profitieren nun im Rahmen des Gesetzes zur Vollbeschäftigung von einer verstärkten Betreuung.

Welche Aussichten gibt es für die Beschäftigung in Frankreich?

Die Ökonomen bleiben für die kommenden Quartale vorsichtig. Zwar könnte die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bestimmte Branchen vorübergehend beleben (Tourismus, Gastronomie, Veranstaltungen), doch die strukturellen Aussichten hängen weitgehend von der Entwicklung des internationalen Umfelds und der nationalen Wirtschaftspolitik ab.

Die Banque de France erwartet im zweiten Halbjahr 2026 eine leichte Wachstumsbelebung, doch diese könnte nicht ausreichen, um den Trend am Arbeitsmarkt schnell umzukehren. Die nächsten INSEE-Veröffentlichungen, die im September 2026 erwartet werden, werden entscheidend sein, um die weitere Entwicklung der Lage zu beurteilen.

Bis dahin erinnert die Zahl von 2,6 Millionen Arbeitslosen daran, dass die Beschäftigungsfrage eine der größten Sorgen der Franzosen bleibt — und eine zentrale Herausforderung für Regierungen wie für Unternehmen.

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Arbeitslosenquote
Jugendarbeitslosigkeit
INSEE Beschäftigung
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Arbeitssuchende warten im Mai 2026 in einer France-Travail-Agentur in Paris

Arbeitslosigkeit in Frankreich 2026: 8,1 %, höchster Stand seit fünf Jahren

Publié le 18 Mai 2026

Die Arbeitslosenquote in Frankreich hat erstmals seit 2021 wieder die Marke von 8 % überschritten. Nach den am 13. Mai 2026 veröffentlichten Daten des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE) erreicht die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal 2026 8,1 % der Erwerbsbevölkerung — den höchsten Stand seit fünf Jahren. Eine schlechte Nachricht, die alle Altersgruppen betrifft, mit einer besonders besorgniserregenden Lage bei jungen Menschen.

Die wichtigsten Arbeitslosenzahlen im 1. Quartal 2026

Im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich (ohne Mayotte) nach Definition des Internationalen Arbeitsamts (ILO) gegenüber dem Vorquartal um 68.000 Personen und erreichte insgesamt 2,6 Millionen Arbeitslose. Das entspricht einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte im Quartal und um 0,7 Punkte innerhalb eines Jahres.

Auch wenn dieses Niveau weiterhin deutlich unter dem historischen Höchststand von Mitte 2015 (rund 10,5 %) liegt, ist die aktuelle Entwicklung ein Warnsignal. Die Arbeitslosigkeit liegt nun erstmals seit dem ersten Quartal 2021 wieder über 8 %, einer Zeit, die von den anhaltenden Folgen der Gesundheitskrise geprägt war.

Ein Anstieg, der alle Profile betrifft, vor allem aber junge Menschen

Die Detailzahlen nach Kategorien zeigen eine uneinheitliche, aber insgesamt verschlechterte Lage für die gesamte Erwerbsbevölkerung.

Jugendarbeitslosigkeit: mehr als jeder Fünfte ohne Beschäftigung

Dies ist die auffälligste Zahl dieser Veröffentlichung: Die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen steigt im Jahresvergleich um 2 Punkte und erreicht 21,1 %. Anders gesagt: Mehr als jeder fünfte junge Erwerbstätige ist heute in Frankreich ohne Arbeit. Eine Lage, die die Politik zur beruflichen Eingliederung und die Unterstützungsmaßnahmen direkt infrage stellt.

Bei den 15- bis 29-Jährigen, die bei France Travail (ehemals Pôle Emploi) registriert sind, steigt die Quote sogar auf 50,2 %, ein Plus von 2,8 Punkten im Quartal. Diese Zahl zeigt die besondere Verletzlichkeit junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

Männer stärker betroffen als Frauen

Nach Geschlecht betrachtet wird der Anstieg vor allem von den Männern getragen. Die männliche Arbeitslosenquote steigt um 0,3 Punkte auf 8,5 % — den höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2021. Die Quote der Frauen bleibt im Quartal nahezu stabil bei 7,7 % (+0,1 Punkt).

Allgemeiner Anstieg nach Altersgruppen

Die Verschlechterung betrifft alle Generationen:

  • 15-24 Jahre: 21,1 % (+2,0 Punkte innerhalb eines Jahres)
  • 25-49 Jahre: 7,3 % (+0,4 Punkt)
  • 50 Jahre und älter: 5,2 % (+0,4 Punkt)

Was sind die Ursachen dieses Anstiegs?

Mehrere Faktoren erklären den seit Anfang 2026 beobachteten Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld

Frankreich steht, wie ein großer Teil Europas, vor einer wirtschaftlichen Verlangsamung, die durch anhaltende geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise verstärkt wird. Diese beiden Faktoren belasten die Geschäftstätigkeit der Unternehmen und bremsen Neueinstellungen.

Die Auswirkungen des Gesetzes zur Vollbeschäftigung

Seit der Umsetzung des Gesetzes zur Vollbeschäftigung im Januar 2025 müssen sich RSA-Empfänger und junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren bei France Travail registrieren. Diese mechanische Registrierungspflicht hat dazu geführt, dass die Zahl der erfassten Arbeitslosen statistisch gestiegen ist, und macht nahezu die Hälfte des Anstiegs innerhalb eines Jahres aus.

„Es werden nicht genug Arbeitsplätze geschaffen und die Erwerbsbevölkerung wächst“ — Analyse von France Info, Mai 2026

Eine wachsende Erwerbsbevölkerung

Paradoxerweise ist auch die Zahl der Beschäftigten gestiegen, ein Zeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt bei der Schaffung von Stellen weiterhin dynamisch bleibt. Doch das Wachstum der Erwerbsbevölkerung — mehr Menschen suchen Arbeit — übersteigt das Tempo der neu geschaffenen Stellen und treibt die Arbeitslosenquote mechanisch nach oben.

Arbeitslosigkeit in Frankreich: Wo steht das Land im europäischen Vergleich?

Mit 8,1 % Arbeitslosigkeit liegt Frankreich über dem Durchschnitt der Eurozone (rund 6 % Anfang 2026) und weit hinter Ländern wie Deutschland (3,5 %) oder den Niederlanden (3,8 %). Nur einige Mittelmeerländer wie Spanien (10,5 %) oder Griechenland (11 %) weisen höhere Quoten auf.

Diese Zwischenposition verdeutlicht die strukturellen Schwierigkeiten des französischen Beschäftigungsmodells: einen als starr wahrgenommenen Arbeitsmarkt, hohe Arbeitskosten für Arbeitgeber und deutliche Ungleichheiten zwischen stabilen Verträgen und prekären Jobs.

Was können von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen tun?

Angesichts dieser Verschlechterung gibt es mehrere Ressourcen und Maßnahmen, um Arbeitssuchende zu begleiten:

  • France Travail: erste Anlaufstelle für Registrierung, Arbeitssuche und Zugang zu Leistungen (ARE).
  • Contrat d'engagement jeune (CEJ): verstärktes Programm für 16- bis 25-Jährige (oder bis 29 Jahre bei Behinderung), die vom Arbeitsmarkt entfernt sind, mit einer monatlichen Unterstützung von bis zu 528 €.
  • Berufliche Weiterbildungen über das persönliche Weiterbildungskonto (CPF), um neue Kompetenzen zu erwerben und Umschulungen zu erleichtern.
  • RSA-Begleitung: RSA-Empfänger, die bei France Travail registriert sind, profitieren nun im Rahmen des Gesetzes zur Vollbeschäftigung von einer verstärkten Betreuung.

Welche Aussichten gibt es für die Beschäftigung in Frankreich?

Die Ökonomen bleiben für die kommenden Quartale vorsichtig. Zwar könnte die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bestimmte Branchen vorübergehend beleben (Tourismus, Gastronomie, Veranstaltungen), doch die strukturellen Aussichten hängen weitgehend von der Entwicklung des internationalen Umfelds und der nationalen Wirtschaftspolitik ab.

Die Banque de France erwartet im zweiten Halbjahr 2026 eine leichte Wachstumsbelebung, doch diese könnte nicht ausreichen, um den Trend am Arbeitsmarkt schnell umzukehren. Die nächsten INSEE-Veröffentlichungen, die im September 2026 erwartet werden, werden entscheidend sein, um die weitere Entwicklung der Lage zu beurteilen.

Bis dahin erinnert die Zahl von 2,6 Millionen Arbeitslosen daran, dass die Beschäftigungsfrage eine der größten Sorgen der Franzosen bleibt — und eine zentrale Herausforderung für Regierungen wie für Unternehmen.

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