Temu, Shein, AliExpress: Die neue Steuer 2026 erklärt
Bestellen Sie regelmäßig bei Temu, Shein oder AliExpress? Seit dem 1. Juli 2026 gelten neue Regeln. Die Europäische Union hat eine langjährige Zollbefreiung abgeschafft, durch die Pakete mit einem Wert von unter 150 € zollfrei eingeführt werden konnten. Das Ergebnis: Jede Bestellung auf diesen Plattformen unterliegt nun einer neuen Pauschalabgabe von 3 € pro Warenkategorie.
Warum wurde diese Abgabe eingeführt?
Jahrelang ermöglichte eine steuerliche Sonderregelung, dass geringwertige Pakete (unter 150 €) ohne Zollabgaben in die Europäische Union gelangten. Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress nutzten dies in großem Umfang, um extrem wettbewerbsfähige Preise anzubieten – zulasten europäischer Händler, die Mehrwertsteuer und reguläre Sozialabgaben zahlen.
Im Jahr 2025 gelangten nicht weniger als 5,9 Milliarden Artikel in kleinen Paketen auf den EU-Markt, ohne dass dafür Zoll entrichtet wurde. Dieses Ungleichgewicht führte schließlich zu einer politischen Reaktion.
Was sich seit dem 1. Juli 2026 konkret ändert
Seit dem 1. Juli 2026 gilt für alle importierten Kleinpakete mit einem Wert von höchstens 150 € aus Ländern außerhalb der Europäischen Union ein pauschaler Zoll von 3 € pro Warenkategorie.
Dieser Betrag kommt zur Mehrwertsteuer hinzu, die nun unabhängig vom Wert des Pakets entrichtet werden muss. In Frankreich wurde die am 1. März 2026 eingeführte nationale Abgabe von 2 € pro Artikel am 30. Juni 2026 ausgesetzt, um eine Kumulation mit der neuen europäischen Regelung zu vermeiden.
Wie funktioniert die Berechnung nach „Kategorie“?
Der entscheidende Punkt: Die Abgabe gilt nicht für jeden einzelnen physischen Gegenstand, sondern für jede Zollkategorie, die durch einen internationalen sechsstelligen Code (HS6-Code) gekennzeichnet ist. In der Praxis:
- 5 identische T-Shirts in derselben Bestellung = 1 Kategorie = 3 € Abgabe
- Ein T-Shirt + eine Hose + ein Paar Schuhe = 3 Kategorien = 9 € Abgabe
- Ein Baumwoll-T-Shirt + ein Polyester-T-Shirt (unterschiedliche Codes) = 2 Kategorien = 6 € Abgabe
Gemischte Warenkörbe werden daher deutlich stärker belastet als Bestellungen, die nur eine Produktart enthalten.
Welche Auswirkungen hat das auf die Preise der Plattformen?
Temu, Shein und AliExpress haben mehrere Möglichkeiten: die Kosten selbst übernehmen, sie an die Verbraucher weitergeben oder ihr Sortiment anpassen. Einige haben bereits ihre Versandkosten geändert oder „Zollabfertigungsgebühren“ im Warenkorb ergänzt.
Bei sehr günstigen Artikeln, die zwischen 1 und 5 € kosten, kann die Abgabe von 3 € gegenüber dem eigentlichen Produktpreis einen Aufschlag von 60 bis 300 % bedeuten. Die Attraktivität dieser extrem günstigen Angebote wird damit deutlich relativer.
November 2026: Eine weitere Abgabe ist geplant
Ab dem 1. November 2026 soll eine zusätzliche europäische Gebühr – die Union Handling Fee – in Kraft treten, um die Verwaltungskosten für die Abwicklung der gewaltigen Paketmengen zu decken. Sie könnte 5 € pro Kategorie betragen und damit fast doppelt so hoch sein wie die aktuelle Abgabe.
Praktische Tipps zur Anpassung Ihrer Einkäufe
- Fassen Sie ähnliche Artikel zusammen: Wenn Sie mehrere Produkte derselben Kategorie bestellen, sinkt die Gesamtbelastung.
- Prüfen Sie den Gesamtbetrag vor der Bestätigung: Die Zollgebühren müssen nun in der Bestellübersicht erscheinen.
- Vergleichen Sie mit europäischen Anbietern: Nach Hinzurechnung der Abgabe kann der Preisunterschied deutlich geringer sein als früher.
- Achten Sie auf Preise ohne Steuern: Manche Websites weisen den Gesamtbetrag nicht immer transparent aus.
Ein Ausgleich zugunsten europäischer Händler
Die Reform wird von europäischen Händlerverbänden begrüßt, die seit Jahren unlauteren Wettbewerb beklagten. Mit dem Ende der 150-€-Befreiung verschafft die EU in Europa ansässigen Händlern einen neuen Wettbewerbsvorteil.
Die neue Abgabe markiert das Ende einer Ära des extrem günstigen Online-Einkaufs: Die Preise bleiben häufig wettbewerbsfähig, doch steuerliche Transparenz ist nun Pflicht, und der Vorteil dieser chinesischen Plattformen wird weniger selbstverständlich sein.
Temu, Shein, AliExpress: Die neue Steuer 2026 erklärt
Bestellen Sie regelmäßig bei Temu, Shein oder AliExpress? Seit dem 1. Juli 2026 gelten neue Regeln. Die Europäische Union hat eine langjährige Zollbefreiung abgeschafft, durch die Pakete mit einem Wert von unter 150 € zollfrei eingeführt werden konnten. Das Ergebnis: Jede Bestellung auf diesen Plattformen unterliegt nun einer neuen Pauschalabgabe von 3 € pro Warenkategorie.
Warum wurde diese Abgabe eingeführt?
Jahrelang ermöglichte eine steuerliche Sonderregelung, dass geringwertige Pakete (unter 150 €) ohne Zollabgaben in die Europäische Union gelangten. Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress nutzten dies in großem Umfang, um extrem wettbewerbsfähige Preise anzubieten – zulasten europäischer Händler, die Mehrwertsteuer und reguläre Sozialabgaben zahlen.
Im Jahr 2025 gelangten nicht weniger als 5,9 Milliarden Artikel in kleinen Paketen auf den EU-Markt, ohne dass dafür Zoll entrichtet wurde. Dieses Ungleichgewicht führte schließlich zu einer politischen Reaktion.
Was sich seit dem 1. Juli 2026 konkret ändert
Seit dem 1. Juli 2026 gilt für alle importierten Kleinpakete mit einem Wert von höchstens 150 € aus Ländern außerhalb der Europäischen Union ein pauschaler Zoll von 3 € pro Warenkategorie.
Dieser Betrag kommt zur Mehrwertsteuer hinzu, die nun unabhängig vom Wert des Pakets entrichtet werden muss. In Frankreich wurde die am 1. März 2026 eingeführte nationale Abgabe von 2 € pro Artikel am 30. Juni 2026 ausgesetzt, um eine Kumulation mit der neuen europäischen Regelung zu vermeiden.
Wie funktioniert die Berechnung nach „Kategorie“?
Der entscheidende Punkt: Die Abgabe gilt nicht für jeden einzelnen physischen Gegenstand, sondern für jede Zollkategorie, die durch einen internationalen sechsstelligen Code (HS6-Code) gekennzeichnet ist. In der Praxis:
- 5 identische T-Shirts in derselben Bestellung = 1 Kategorie = 3 € Abgabe
- Ein T-Shirt + eine Hose + ein Paar Schuhe = 3 Kategorien = 9 € Abgabe
- Ein Baumwoll-T-Shirt + ein Polyester-T-Shirt (unterschiedliche Codes) = 2 Kategorien = 6 € Abgabe
Gemischte Warenkörbe werden daher deutlich stärker belastet als Bestellungen, die nur eine Produktart enthalten.
Welche Auswirkungen hat das auf die Preise der Plattformen?
Temu, Shein und AliExpress haben mehrere Möglichkeiten: die Kosten selbst übernehmen, sie an die Verbraucher weitergeben oder ihr Sortiment anpassen. Einige haben bereits ihre Versandkosten geändert oder „Zollabfertigungsgebühren“ im Warenkorb ergänzt.
Bei sehr günstigen Artikeln, die zwischen 1 und 5 € kosten, kann die Abgabe von 3 € gegenüber dem eigentlichen Produktpreis einen Aufschlag von 60 bis 300 % bedeuten. Die Attraktivität dieser extrem günstigen Angebote wird damit deutlich relativer.
November 2026: Eine weitere Abgabe ist geplant
Ab dem 1. November 2026 soll eine zusätzliche europäische Gebühr – die Union Handling Fee – in Kraft treten, um die Verwaltungskosten für die Abwicklung der gewaltigen Paketmengen zu decken. Sie könnte 5 € pro Kategorie betragen und damit fast doppelt so hoch sein wie die aktuelle Abgabe.
Praktische Tipps zur Anpassung Ihrer Einkäufe
- Fassen Sie ähnliche Artikel zusammen: Wenn Sie mehrere Produkte derselben Kategorie bestellen, sinkt die Gesamtbelastung.
- Prüfen Sie den Gesamtbetrag vor der Bestätigung: Die Zollgebühren müssen nun in der Bestellübersicht erscheinen.
- Vergleichen Sie mit europäischen Anbietern: Nach Hinzurechnung der Abgabe kann der Preisunterschied deutlich geringer sein als früher.
- Achten Sie auf Preise ohne Steuern: Manche Websites weisen den Gesamtbetrag nicht immer transparent aus.
Ein Ausgleich zugunsten europäischer Händler
Die Reform wird von europäischen Händlerverbänden begrüßt, die seit Jahren unlauteren Wettbewerb beklagten. Mit dem Ende der 150-€-Befreiung verschafft die EU in Europa ansässigen Händlern einen neuen Wettbewerbsvorteil.
Die neue Abgabe markiert das Ende einer Ära des extrem günstigen Online-Einkaufs: Die Preise bleiben häufig wettbewerbsfähig, doch steuerliche Transparenz ist nun Pflicht, und der Vorteil dieser chinesischen Plattformen wird weniger selbstverständlich sein.
Temu, Shein, AliExpress: Die neue Steuer 2026 erklärt
Bestellen Sie regelmäßig bei Temu, Shein oder AliExpress? Seit dem 1. Juli 2026 gelten neue Regeln. Die Europäische Union hat eine langjährige Zollbefreiung abgeschafft, durch die Pakete mit einem Wert von unter 150 € zollfrei eingeführt werden konnten. Das Ergebnis: Jede Bestellung auf diesen Plattformen unterliegt nun einer neuen Pauschalabgabe von 3 € pro Warenkategorie.
Warum wurde diese Abgabe eingeführt?
Jahrelang ermöglichte eine steuerliche Sonderregelung, dass geringwertige Pakete (unter 150 €) ohne Zollabgaben in die Europäische Union gelangten. Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress nutzten dies in großem Umfang, um extrem wettbewerbsfähige Preise anzubieten – zulasten europäischer Händler, die Mehrwertsteuer und reguläre Sozialabgaben zahlen.
Im Jahr 2025 gelangten nicht weniger als 5,9 Milliarden Artikel in kleinen Paketen auf den EU-Markt, ohne dass dafür Zoll entrichtet wurde. Dieses Ungleichgewicht führte schließlich zu einer politischen Reaktion.
Was sich seit dem 1. Juli 2026 konkret ändert
Seit dem 1. Juli 2026 gilt für alle importierten Kleinpakete mit einem Wert von höchstens 150 € aus Ländern außerhalb der Europäischen Union ein pauschaler Zoll von 3 € pro Warenkategorie.
Dieser Betrag kommt zur Mehrwertsteuer hinzu, die nun unabhängig vom Wert des Pakets entrichtet werden muss. In Frankreich wurde die am 1. März 2026 eingeführte nationale Abgabe von 2 € pro Artikel am 30. Juni 2026 ausgesetzt, um eine Kumulation mit der neuen europäischen Regelung zu vermeiden.
Wie funktioniert die Berechnung nach „Kategorie“?
Der entscheidende Punkt: Die Abgabe gilt nicht für jeden einzelnen physischen Gegenstand, sondern für jede Zollkategorie, die durch einen internationalen sechsstelligen Code (HS6-Code) gekennzeichnet ist. In der Praxis:
- 5 identische T-Shirts in derselben Bestellung = 1 Kategorie = 3 € Abgabe
- Ein T-Shirt + eine Hose + ein Paar Schuhe = 3 Kategorien = 9 € Abgabe
- Ein Baumwoll-T-Shirt + ein Polyester-T-Shirt (unterschiedliche Codes) = 2 Kategorien = 6 € Abgabe
Gemischte Warenkörbe werden daher deutlich stärker belastet als Bestellungen, die nur eine Produktart enthalten.
Welche Auswirkungen hat das auf die Preise der Plattformen?
Temu, Shein und AliExpress haben mehrere Möglichkeiten: die Kosten selbst übernehmen, sie an die Verbraucher weitergeben oder ihr Sortiment anpassen. Einige haben bereits ihre Versandkosten geändert oder „Zollabfertigungsgebühren“ im Warenkorb ergänzt.
Bei sehr günstigen Artikeln, die zwischen 1 und 5 € kosten, kann die Abgabe von 3 € gegenüber dem eigentlichen Produktpreis einen Aufschlag von 60 bis 300 % bedeuten. Die Attraktivität dieser extrem günstigen Angebote wird damit deutlich relativer.
November 2026: Eine weitere Abgabe ist geplant
Ab dem 1. November 2026 soll eine zusätzliche europäische Gebühr – die Union Handling Fee – in Kraft treten, um die Verwaltungskosten für die Abwicklung der gewaltigen Paketmengen zu decken. Sie könnte 5 € pro Kategorie betragen und damit fast doppelt so hoch sein wie die aktuelle Abgabe.
Praktische Tipps zur Anpassung Ihrer Einkäufe
- Fassen Sie ähnliche Artikel zusammen: Wenn Sie mehrere Produkte derselben Kategorie bestellen, sinkt die Gesamtbelastung.
- Prüfen Sie den Gesamtbetrag vor der Bestätigung: Die Zollgebühren müssen nun in der Bestellübersicht erscheinen.
- Vergleichen Sie mit europäischen Anbietern: Nach Hinzurechnung der Abgabe kann der Preisunterschied deutlich geringer sein als früher.
- Achten Sie auf Preise ohne Steuern: Manche Websites weisen den Gesamtbetrag nicht immer transparent aus.
Ein Ausgleich zugunsten europäischer Händler
Die Reform wird von europäischen Händlerverbänden begrüßt, die seit Jahren unlauteren Wettbewerb beklagten. Mit dem Ende der 150-€-Befreiung verschafft die EU in Europa ansässigen Händlern einen neuen Wettbewerbsvorteil.
Die neue Abgabe markiert das Ende einer Ära des extrem günstigen Online-Einkaufs: Die Preise bleiben häufig wettbewerbsfähig, doch steuerliche Transparenz ist nun Pflicht, und der Vorteil dieser chinesischen Plattformen wird weniger selbstverständlich sein.
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